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Kostelní náměstí Frýdlant |
Die Mariensäule befindet sich in der Mitte des Kirchplatzes, in der unmittelbaren Nähe der Kirche der Kreuzfindung, im zentralen Teil des städtischen Denkmalschutzgebiets der Stadt Frýdlant.
Ursprünglich stand jedoch diese Säule auf dem Marktplatz von Frýdlant ( heute der T. G. Masaryk- Platz), wo sie die Stadtbürger Tobias Stracke und sein Sohn Joseph Stracke errichten ließen, als Geschenk den Leuten, die die Pestepidemie überlebten. Die Säule wurde im Jahre 1898 nach dem Stadtratsbeschluss von 19. 3.1897 verlegt.
Das Werk selbst wurde von Andreas Dubke, dem Bildhauer aus Zákupy, im Jahre 1723 im Geiste des Barock geschaffen.
Es handelt sich um den traditionellen Stil der „Mariensäulen“, d. h. auf einer niedrigen Stufe steht ein schlanker prismenförmiger Sockel mit Voluten - Konsolen, Gesimsen und Statuen. Die Statuen stellen die hl. Anna, den hl. Joachim, hl. Josef und hl. Jan Evangelist dar. Auf dem Säulenfuß ruht der hohe schlanke Schaft mit Kompositkapitell. Auf der Säulenspitze befindet sich die Statue der Immaculata (Jungfrau Maria). Für diese Säule wurde als Material ein ockergrauer mittelkörniger Sandstein verwendet, voraussichtlich aus ostböhmischen Steinbrüchen.
In der Vergangenheit wurde die Mariensäule zweimal restauriert. Die am Anfang der 90er Jahre durchgeführte Restaurierung schien jedoch schlechte Qualität zu haben. Es wurden ungeeignete Zement Zutaten benutzt, die im Zusammenhang mit schlechtem Wetter Destruktion der steinernen Teile verursachten. In Folge dieses Fehlers hat man im Jahre 2008 begonnen, die Säule neu vollständig zu restaurieren. Die Kosten beliefen sich auf etwa eine Viertelmillion Kronen.